007 Hobby

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Irgendwenn weisch genau wo de häre ghörsch


Lupo und ich waren letzte Woche im Plüsch auf ein Glas Wein. Er hat Ferien und ist den 5. Abend in Folge unterwegs. Das Hauptthema war Freizeitbeschäftigung. Lupo sucht nach einem neuen Hobby. Sein Lebenspartner hat bereits eine neue Berufung: Garten. Oder besser «Urban Gardening» im Seed City hinter der ETH.


Eine naturorientierte Beschäftigung finde ich cool. Ich geniesse ja auch unsere Hochbeete und feiere es gross ab, wenn wir ein Nachtessen zu 100% vom eigenen Garten geniessen. Frische Minze oder frischer Thymian im Gin Tonic sind auch für anspruchsvolle Gäste wie Leas Freund ein Upgrade. Jedoch als eigentliches Hobby sehe ich unseren eigenen Garten nicht. Mehr als nachhaltige Überzeugungstat.


Definition von Hobby im Duden: Als Ausgleich zur täglichen Arbeit gewählte Beschäftigung, mit der jemand seine Freizeit ausfüllt und die er mit einem gewissen Eifer betreibt. Ich sehe das differenzierter: Ein Hobby muss meiner Seele guttun. Mir geht es um die Freude an der Sache und etwas Abstand von den Lieben. Nur für mich. Ehrgeiz ist mir in diesem Zusammenhang fern.

Das Netz ist voll von Tipps wie mein sein richtiges Hobby findet. Auf www.femelle.ch gibt es dazu einen gelungenen Persönlichkeitstest, welcher Grundfragen beantwortet. Und ich UK habe bei meiner Recherche ein cleveres App gefunden, welches sich mit deinen SoMe Kanälen verbindet und über Bilderkennung und Geotracking clevere Empfehlungen abgibt. Noch nicht ganz ausgereift, aber ein spannender Ansatz.

Der Lebenspartner von Lupo ist im Freizeitstress: Er war seit drei Wochen, auf Grund des Wetters, jeden Abend – 7 Tage die Woche – im Gemeinschaftsgarten. Das Fazit von Lupo: Lieber kein Hobby als Stress und Verpflichtung. Und hey, so hat er jeweils spontan Zeit für ein Date mit mir, was meinem Lebensstil sehr entgegenkommt.


Eure Carla


Der Wochentipp ist www.kerngruen.ch – ein richtig cooler Online-Marktplatz mit hochwertigen, nachhaltigen Produkten. 100% Enkeltauglich ...

006 Dankbarkeitstagebuch

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Irgendeinisch fingt ds Glück eim

 

Letzten Freitag hatte ich endlich wieder einen Zoom-Apéro mit Jenny. Als sie mir als konfessionslose Analytikerin erzählte, dass sie neu ein „Dankbarkeitstagebuch“ führte, war ich baff. Ihr internationaler Arbeitgeber aus dem Finanzsektor hat ihr drei Online-Kurse zur Auswahl gegeben: Der Kurs „Balkongemüse“ war rasch aus dem Rennen und das Los entschied sich gegen „Japa-Meditation“. Also erzählte sie mir ausführlich von der Lektion 1 von 5 in Sachen „Dankbarkeitstagebuch“.

Der Ansatz, Glück mit Dankbarkeit in Verbindung zu bringen, ist auch für mich nicht neu. Und eigentlich fühle ich mich glücklich, erfüllt und meistens dankbar. Muss ich hier ja schreiben als „working mom“. Gemäss Jenny ist jedoch das zentrale Element die bewusste Konzentration auf Dankbarkeit.

Der amerikanische Psychologe Martin Seligman fand im Jahr 2005 in einer Dankbarkeitsstudie heraus, dass es das persönliche Glücksgefühl steigert, wenn dankbare Momente oder Gedanken notiert werden. Die entsprechende Studie, kompakt auf 13 Seiten zusammengefasst, ist wirklich interessant und hier frei verfügbar. Fazit für Laien wie mich: Menschen welche ein „Dankbarkeitstagebuch“ schreiben, haben ein gesteigertes Glücksempfinden in Relation zu den Normalos. Ebenfalls spannend in der Studie: Zahlreiche Teilnehmer führen freiwillig nach der Studie ihr Tagebuch weiter und können dadurch längerfristig ihr Wohlbefinden steigern.

Bei Jenny bin ich unsicher, ob dies ein langfristiges Unterfangen wird. Sie hat in der ersten Lektion Hausaufgaben bekommen und gegen diese ist sie allergisch. Sie muss sich bis Montag drei Kernfragen erarbeiten. Beispiel: Wer oder was hat mich heute zum Lächeln gebracht? Bei dieser Beispielfrage sind wir dann auch länger abgeschweift. Es wurde mir verboten Details dazu zu kommunizieren. Wie es jedoch bezüglich ihrem „Dankbarkeitstagebuch“ weitergeht, da bleibe ich für euch dran. Ich halte mich aktuell mal noch zurück mit einem eigenen Tagebuch.

 

Eure Carla


Der Wochen-Tipp ist mehr ein RIESEN-MERCI. Und zwar an alle, welche mich und unser Projekt BOBBER.CH auf Insta supporten. Würde ich ein „Dankbarkeitstagebuch“ führen, dann wäre MATTISKITCHEN oft aufgeführt. Ohne Auftrag aus Eigenantrieb schlägst du kräftig die Werbetrommel mit Reels, Posts, Storys und tollen Texten. Und du glaubst an uns. Dafür bin ich dir von tiefem Herzen dankbar.

005 Anna

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Öpper schteit uf irgendöppis druf


Ich habe Anna sofort erkannt. Und sie mich auch. Trotz Maske. Wir haben uns das letzte Mal an der 1. Augustfeier 1997 auf dem Dorfplatz gesehen. Und jetzt sitzen wir uns schräg vis-à-vis im dritthintersten Abteil. Zufall.


Direkt nach ihrem «Sali, wie geits?» kamen mir Dutzend Gedanken in 0.45 Sekunden. Damals habe ich sie gehasst. Sogar mehr gehasst als den Gemeindearbeiter, welcher Schnurrli angefahren hat. Und jetzt sitzen wir im selben Zug nach Bern.


Verheiratet sei sie. Einen Sohn im Kindergarten und eine Tochter in der 1. Klasse. Ihr Mann sei Lehrer. Pädagoge! Eigentlich unglaublich, weil sie und ich damals gemeinsam alle Lehrer doof fanden. Vor allem Knoller, unseren Turnlehrer mit den zu kurzen Turnhosen. Es war immer ein Rätsel, ob er darunter überhaupt Unterhosen trug.


Ihr Auftritt an der 1. Augustfeier war dann auch das Ende unserer innigen Freundschaft. Hätte mich jemand vor den Sommerferien 1997 gefragt: Niemand und nichts hätte Anna und mich auseinandergebracht. Nach den Ferien ging sie ins Welschland, wo sie angeblich statt den geplanten 3 Monaten fast ein Jahr blieb, bevor sie im Ausland studierte. War wohl besser so, denn nach 3 Monaten war mein Hass nur minimal kleiner.


Soll ich jetzt einen wichtigen Anruf vorspielen (Whatsapp an Lupo «Ruf mich dringend an»)? Oder mich 57 Minuten auf dem WC verstecken? Eigentlich bin ich ja darüber hinweg. Zu lange her. Teenie-Zeug. Sie arbeite als Teilzeit-Dolmetscherin für den Bund. Finnisch, weil sie dort einige Jahre gelebt habe.


Immer am Samstag haben wir uns gegenseitig unsere Tagebucheinträge vorgelesen. Und seit Wochen war bei mir Martin das grosse Thema. Über beide Ohren. Am Schulfez tanzte er nur mit mir. Carrie von Europe war unser Song. Es war für mich klar, er war der ‹Eine›. Und dann, am 1. August kurz vor dem Feuerwerk waren sie Hand in Hand unterwegs. Sie sah mich, gab ihm einen langen Kuss und schaute mich dann siegessicher an. Teenies halt. Vergeben und vergessen, wir sind jetzt erwachsene Mütter. Ich habe mein Glück gefunden.


Ihr Handy klingelt. Von der Stimme her ist es nicht Lupo. Eher ihr Mann. Ihr Kleiner hat Durchfall. Armer Junior. Sie soll ihn vom Kiga abholen, er müsse mündliche Prüfungen abnehmen. Spannender und überraschend langer Telefon-Dialog. Anna schaut ins Leere. Weit weg ist der siegessichere Blick. «Geschätzte Fahrgäste, wir treffen in Kürze in Bern ein ...»


Eure Carla


Der Wochen-Tipp ist www.sohotree.ch. Das nachhaltige CH Unternehmen ersetzt Echtleder durch veganes ApplePeel, einer nachhaltigen Alternative aus Äpfeln. Mir hat es besonders das Portemonnaie Gala in der Farbe «Champagne» angetan. Hergestellt aus 3 Äpfeln!

004 Aber

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Irgendwenn chunnt me immer a


Nachhaltigkeit ist mir ein Anliegen. Aber ich würde mich jetzt nicht als CO2-Fanatiker bezeichnen. Mehr einfach als „bewusster“ Einkäufer, Zubereiter und Geniesser. Klar hole ich unsere Rüebli beim Hofladen und finde es super, dass im Nachbardorf eine der besten Mostereien der Schweiz Bio Saft produziert. Aber aktiv Stress mache ich mir zu diesem Thema nicht.


Als Lea und ihr neuer Freund das letzte Mal bei uns zum Znacht waren, hat sie mir ein Buch ausgeliehen: Klimaschutz fängt auf dem Teller an. Keine Angst, dass wird hier keine Buchbesprechung. Der Fokus von Sophia Fahrland mit Bio, saisonal, regional und pflanzlich finde ich toll und unterstütze ich. Auch der bewusste Einkauf im Laden finde ich wichtig. Natürlich muss jetzt an dieser Stelle ein ABER kommen. Damit ich dieses scharfe Wort nicht brauchen muss, nehme ich als sanfte Alternative das Wort ‚jedoch’. 

Jedoch die aktivistische Ausrichtung ist nicht mein Ding. Es muss bei jedem selbständig und auf eine natürliche Art passieren. Ansonsten ist es nicht nachhaltig.


Können wir mit jeder Mahlzeit einen Unterschied machen? Ja. Aber wenn ich dafür pro Einkauf zwei Stunden und 28km Mehraufwand investieren muss, dann geht es für mich nicht mehr auf. Du entscheidest, was du isst. Jeder in seinem Kosmos kann freiwillig dazu beitragen. Für mich persönlich muss der Mix stimmen und der Genuss darf nicht zu Lasten der Nachhaltigkeit gehen.


Eure Carla


Der Wochen-Tipp ist  www.korkeria.ch. Das Material ist der Hammer. Die Korkmappe A4 macht aus meinem Pult einen stylischen Schreibort.

003 Lupo

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Du chasch no so töiff ir Sosse schtah

Diese Woche wurde ich gefragt, was es mit der grünen Kappe auf unseren Insta Beiträgen auf sich hat. Bevor ich das verrate, kurz zu unseren Social Media Aktivitäten: Wir sind Anfänger. Trotzdem mit Freude und Herzblut dabei. Wir lernen aus Blogs, Beiträgen auf youtube und von Lupo.

Lupo möchte hier nicht mit richtigem Namen genannt werden - dies hat er mehrfach und eindringlich kommuniziert. Grund: Er macht im richtigen Leben bei einer renommierten Agentur die Teamleitung "Kreativ". Und die Agentur arbeitet nicht mit Anfängern.

An einem lustigen Abend hat uns Lupo einen Tipp gegeben. Wir sollen ein Element finden, welches wir als Wiedererkennung einsetzen. Und da grad die grüne Mütze bei uns rumlag, bauen wir diese nun wo immer möglich auf unseren Fotos ein. Und nein (Email-Anfrage von dieser Woche), wir verkaufen auf unserer Website keine grünen Mützen.

Was ich diese Woche eigentlich mit euch teilen wollte: Seit mutig mit Social Media. Probiert etwas aus. Es kann ja auch im privaten Umfeld sein. Irgendwann möchtet ihr mit euren Enkeln mal über Insta, TikTok und Byte sprechen können. Probiert es einfach aus, es ist gar nicht so schwer.

Eure Carla

Der Wochen-Tipp ist www.knows.ch. Die Plattform ist der Hammer für alle möglichen Aufträge, welche halt so anfallen: Hochbeete montieren, kleine Transporte in der Region umsetzen oder wie wir, eine engagierte Grafikerin finden. Tolles Angebot - der Chef Nico ist WIRKLICH kundenorientiert - super einfach zu bedienen und zuverlässig. Wir können die Plattform empfehlen.

002 Baum

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Irgendeinisch geit's gäng wieder witer

Ich bin ja noch ganz am Anfang. Trotzdem hat mich diese Woche eine regionale Journalistin im Zoom-Interview gefragt, was der Baum im Logo bedeutet. Jetzt wäre es natürlich super, wenn ich dazu hier eine coole Story bringen könnte. 


So zum Beispiel: Die ganze Bande war nach dem Herbst-Picknick beim alten Baumnussbaum hinter dem Hof. Die zwei Herren widmen sich dem  Schach und philosophieren über Portwein. Die Kinder spielen „totsche“. Und ich suche nach einer Idee für das Logo. Plötzlich fällt eine Baumnuss genau vor mir auf den Boden. Und sofort war für mich klar: Das Logo für BOBBER.CH muss einen Baumnussbaum enthalten. Aber hey, so war es nicht ... 


Oder: Gemäss Marketing-Schulbuch mache ich eine grossangelegte Online-Umfrage, welches Symbol meine Zielgruppe mit Natürlichkeit und Nachhaltigkeit in Verbindung bringt. Auf Platz 1 mit 62,8%: Ein Baum. Knapp dahinter auf Platz 2 mit 61,9% ... nein, auch Quatsch. Frei nach „meinem“ Prof Dr. Armin Seiler „Paralyse durch Analyse“.

Unter uns: Ich mag einfach Bäume. Und so wirklich viel und lange habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, warum ein Baum in unser Logo kommt. Was mich jedoch ultra gefreut hat, ist was Irini – unsere geschätzte Grafikerin – aus dem Briefing gemacht hat: Ein Logo das zu uns passt. Schlicht und klar. Und es verkörpert, was mir wirklich wichtig ist: Welche Zutaten stecken in unseren Produkten, woher und von wem kommen diese und wie werden sie von uns verarbeitet.
 
Eure Carla
 
Der Wochen-Tipp ist ein unterstützenswürdiges Projekt www.deinbaum.ch - checkt mal über die Kartenfunktion aus, welcher Baum in deiner Region noch ein Gotti oder einen Götti sucht. Ich bin jetzt Gotti von einem Ahorn, welchen ich sicherlich mal besuche. 

001 Haselnüsse

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Irgendwenn chunnt me immer a

Meine Freundin Jenny fragte mich beim Zoom-Apéro, was an unserem Projekt BOBBER.CH bisher das Aufwendigste war. Nach einem genussvollen Schluck Prosecco kommt meine Antwort schnell: "Haselnüsse"! Auf Grund ihres Fragezeichens im Gesicht löse ich auf. Die Beschaffung von Haselnüssen in Bio Qualität von Schweizer Herstellern. Diese Aufgabe hat mich locker so viel Zeit gekostet, wie ein junger Trüffelhund bis zu seinem ersten richtigen Fund braucht: MONATE!  Die Nachfrage ist gross, die Mengen klein und dann war auch die letztjährige Ernte "bescheiden" (Zitat von "Mister Haselnuss" Matthias Schär nach einem kurzen Telefonat).

Über neun Ecken (keine Übertreibung) kam ich zu Leander. Und dann passierte was in den letzten Monaten sehr oft passierte: Eine tolle, motivierende Solidarität unter StartUps und hilfsbereiten Schweizer Bio Bauern nahm seinen Lauf. Über sein Netzwerk kamen wir zu unseren ersten Schweizer Bio Haselnüssen. Und ich habe mich darüber mindestens so gefreut wie der Lagotto Ora bei seinem Fund an unserer Trüffelsuche im Tessin.


An dieser Stelle ein GROSSES MERCI an alle Partner und Lieferanten: Ihr macht es uns einfach das zu machen, was wir lieben: Hochwertige und ehrliche Snacks mit nachhaltigen Zutaten.

Eure Carla

Der Wochen-Tipp ist mehr als verdient für  www.hazelburger.ch - wir haben sie selber probiert: MEGA